Praktikantenplätze (für Raumausstatter und angehende Innenarchitekt/Innen) 2017 / 2018:

 


Belegt 2017:

04.09. - 22.09.2017

09.10. - 13.10.2017

 

Belegt 2018:

10.01. - 23.01.2018

09.04. - 20.04.2018


Nächste freie Ausbildungsplätze:

 

Ab August 2018:

  •  1 Raumausstatter/in

 

(Bewerbungen ab sofort auch per Mail möglich, 2-wöchiges Praktikum beim Ausbildungsberuf Raumausstatter/in ist bei uns Pflicht, ebenso der Hauptschulabschluss). Gerne würden wir auch Jugendlichen aus dem europäischen Ausland mit guten deutschen Sprachkenntnissen als Beitrag zur Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit in Europa eine Ausbildung (JOBSTARTER) bei uns ermöglichen.


Weitere Info's zum Thema:

Ausbildung /Fortbildung / berufliche Chancen /

Praktikum / Girl's Day -> siehe weiter unten


Alter Wandteppich - häufig wurden biblische Motive verwendet

Der Beruf des Raumausstatter

In Frankreich ist der Beruf unter der Bezeichnung tapissier seit dem Jahr 1295 bekannt. Die Tätigkeit dieser tapissiers war bereits im Mittelalter für die Ausstattung von Burgen mit Bildwirkereien, Fußteppichen,  dekorativen Stoffen, Sitzkissen und dergleichen von Bedeutung und blühte in der Regierungszeit Ludwig des XIV auf, in dessen Schlössern die Gemächer mit wertvollen Wandbehängen und -bespannungen, Stoffdrapierungen und gepolsterten Sitz- und Liegemöbeln ausgestattet wurden.
Zu dieser Zeit gab es auch das käufliche Amt eines königlichen Dekorateurs und Raumausstatters (
tapissier du roi). Ein bekannter Inhaber dieses Amtes war der Vater von Moliére.

Raumausstatter  (früher Polsterer, Dekorateur oder Tapezierer-Dekorateur) ist  seit der im Jahr 1965 erfolgten Erneuerung der Handwerksordnung die offizielle Berufsbezeichnung in Deutschland für einen Handwerker im Bereich der Gestaltung von Innenräumen.


Die Tätigkeit des Raumausstatters umfasst:

  • das Polstern  und Bespannen von Möbeln
  • das Verlegen von textilen oder elastischen Bodenbelägen sowie Parkettarbeiten
  • den Entwurf und/oder die Verwirklichung von Fensterdekorationen
  • das Bekleiden von Wänden und Decken mit textilen Wand- / Deckenbespannungen oder Tapeten
  • die Herstellung und/oder Montage von Sicht-, Licht- oder Sonnen- und Insektenschutzvorrichtungen

Wir als Raumausstatter wählen, unter Berücksichtigung der jeweiligen Kundenwünsche, passende Bodenbeläge, Wandbekleidungen, Vorhänge oder Jalousien und Polstermöbel aus. Die Polster stellen wir auch selbst in unserer eigenen Polsterwerkstatt her.


Vor dem Einbau und Dekorieren von neuen Bodenbelägen, Tapeten, Gardinen, Sonnenschutz gehört auch das Entfernen von alten Belägen, Tapeten usw. Hier ist körperlicher Einsatz und Belastbarkeit gefragt, der bei aller Liebe zu dem "Schönen" was der Kunde erhält, nicht zu unterschätzen ist. Auch fällt hier oftmals starker Schmutz an, oder die Witterungsbedingungen vor Ort bzw. jahreszeitlich bedingt müssen bewältigt werden. Da sollte man nicht empfindlich sein und ordentlich zupacken können!

 


Offene Schau-Werkstatt: uns können Sie immer gerne in der Werkstatt über die Schulter schauen.

 

Ein dem Polsterer verwandter Beruf ist noch der des Sattlers. Auch hier sind wir zu hause. Wir fertigen und reparieren neben Zelt- und Pavillonplanen auch Verdecke für Cabrios und Boote.

 

 

Ausbildung:

Die Ausbildung dauert drei Jahre und endet mit dem Bestehen der Gesellenprüfung. Nach der Gesellenprüfung kann sofort mit der Ausbildung zum Raumausstattermeister begonnen werden. Das ist relativ neu, denn bisher musste eine bestimmte Anzahl an Arbeitsjahren nachgewiesen werden, ehe es möglich war, die Meisterprüfung abzulegen. Raumausstatter, die sich in Gestaltung professionell weiterqualifizieren wollen, können sich zum "Gestalter/in im Handwerk" weiterbilden. z.B. in der Akademie für Gestaltung in München oder der Kasseler Werkakademie für Gestaltung.

Als Fortbildung für den Meister ist der Betriebswirt des Handwerks eine weitere Möglichkeit. Daneben kann auch ein Fachhochschulstudium absolviert werden, z.B. zum Innenarchitekten.



Berufliche Chancen:

Aufgrund des Wegfalls des Meisterzwangs nach der Überführung in Anlage B der Handwerksordnung haben in Deutschland seit 2004 auch Gesellen die Möglichkeit zur Selbstständigkeit. Nur dürfen diese keine Lehrlinge ausbilden, was wiederum zum Fachkräftemangel und Berufsnachwuchsproblemen führt.

Hier sind wir stolz, dass wir durchgängig immer einen Auszubildenden durch den Beruf begleiten konnten. Zur Zeit bilden wir 2 Auszubildende gleichzeitig aus, um bei unserem bald austerbenden Handwerk mit neuem Nachwuchs für frischen Wind zu sorgen.

In Anschluss an die Ausbildung ist auch die Tätigkeit als Einrichtungsberater in einem Möbelhaus oder Baumarkt möglich. Für Reisefreudige eignet sich auch die Arbeit als Berater im Außendienst der Zulieferer im Raumausstatter-Handwerk. Zudem bietet sich die Möglichkeit zum Fachbauleiter eines Objektausstatters in größeren Firmen.

Interessant ist auch die Arbeit am Theater, Opern- oder Musicalhäusern für die Bühnen- und Kulissengestaltung sowie auf den Schiffswerften beim Bau der Urlaubskreuzfahrtschiffen oder bei Messefirmen für die Gestaltung von Messeständen. 


Wie man sieht, bietet kaum ein Handwerksberuf so viele berufliche Chancen und Möglichkeiten um sich später zu verwirklichen.

 


Praktikum / Girls Day:

Damit man weiß, auf was man sich beruflich einlässt, besteht bei uns seit Jahren die Möglicheit eines Praktikums. Wegen der enormen Vielseitigkeit im Beruf empfehlen wir generell 2 Wochen zu absolvieren. Auch außerhalb der Ferien können Schüler/Innen und Student/Innen ein Praktikum durchlaufen.

Seit ein paar Jahren nehmen wir auch am "Girl's Day" teil. Hier haben gerade Mädchen in den Klassenstufen 5 - 8 die Möglichkeit für einen Tag in den Beruf "reinzuschnuppern". Als kleiner Familienbetrieb können wir leider nur 1 Platz anbieten, der aber immer schnell belegt ist.


Nächste Termine zum Girl's Day:

Donnerstag, 27. April 2017


TIPP von uns: wer keinen Platz bekommen hat, aber trotzdem mal "schnuppern" möchte, kurz anrufen, hier können wir gern an den sogenannten "Brückentagen" oder in den Ferien "Schnuppertage" vereinbaren.


Im Anschluss bekommt jeder Praktikant eine aussagekräftige Praktikumsbestätigung.